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Susanne Pittroff Projektvorschlag Ein zwölf Meter
langer Steg ragt aus dem Hang des Nockerbergs über den Bunker an
der Ohlmüllerstraße. Auf dem Rückweg geht man auf eine Bank zu. Sie ist Teil des Betonmäuerchens, welche die in Würfel geschnittene Eibe einfaßt. Nachts verändert sich dieses Objekt noch einmal - nur eine leuchtend blaue Linie führt aus dem Wald. Das Gelände ist durch den Hang gekennzeichnet, der mit Wegen durchzogen eine grüne Oase bildet. Gegenüber stehen Jugendarrest, Frauenvollzugsanstalt, Landratsamt und Polizei nebeneinander. Strukturierendes Element sind die vielen Gitter vor den Fenstern, die einen nur ahnen lassen, was sich dahinter abspielt. Eine Abgeschlossenheit, deren Nähe man nicht sucht. Der Steg setzt sich über die Topographie des Geländes fort und schwebt über den Relikten aus der Vergangenheit. Der Bunker aus dem zweiten Weltkrieg war ursprünglich als Quellwasserspeicher errichtet worden. Der Steg ist öffentlich begehbar. Er führt die Besucher an einen Aussichtspunkt, der neue Blickwinkel und Perspektiven zeigt. Susanne Pittroff
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