Aktuell



"Kugelschwarm" von Gabriele Obermaier im Wilhelmsgymnasium

Die Kugel als geometrische Form stellt gewissermaßen ein Ideal dar. Die Annäherung an dieses Ideal ist der Ausgangspunkt für die künstlerische Idee von Gabriele Obermaier. 111 Kugeln ließ sie von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften mit den Händen modellieren, 111 individuelle Unikate sind so in Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstanden. Alle diese vorgeformten Modelle wurden in Bronze gegossen, poliert und lackiert. Mit dieser Materialwahl stellt die Künstlerin ganz bewusst eine ästhetische Beziehung her zu den vergoldeten Stuckarbeiten an der Decke der historischen Eingangshalle und zu den metallischen Oberflächen des Neubau.

Neben ihrer plastischen Wandinstallation schuf die Künstlerin auch ein Buch, das in einer Auflage von 222 Exemplaren erscheint. Außer der Schilderung des künstlerischen Prozesses enthält es Texte von Wolfgang Ullrich, Larissa Kikol und Patrick Illinger sowie von jedem Kugelobjekt eine Umrisszeichnung sowie einen Hängeplan, aus dem ersichtlich wird, welche Kugel von wem stammt und wo sie positioniert ist. Das Künstlerbuch wird an alle an dem Kunstwerk beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie an das Lehrerkollegium verteilt.

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Einzelwerke, Obermaier, Kugelschwarm



 

Freiham Folly von Mutter / Genth

In Freiham entsteht auf einer Fläche von rund 350 Hektar voraussichtlich in den kommenden 20 Jahren sukzessive ein neuer Stadtteil. Hier werden bis zu 20.000 Menschen leben und rund 7.500 Personen arbeiten. Nicht nur Wohn- und Geschäftsgebäude müssen errichtet werden, sondern auch Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Sportstätten, Straßen und Plätze. Ebenso sind Grünflächen mit attraktiven Freizeitangeboten zu schaffen. Das Grünband / Grünfinger stellt zusammen mit dem Landschaftspark die wichtigste und größte öffentliche Grünfläche im Bereich Freiham Nord dar.

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am 12.09.2017 beschlossen, dass hier der künstlerische Entwurf „Freiham Folly“ von Heike Mutter und Ulrich Genth realisiert werden soll, den die Kunstkommission zuvor einstimmig empfohlen hatte.

Die Stellungnahme der Kunstkommission zum künstlerischen Entwurf finden Sie in der Rubrik Einzelwerke, Mutter/Genth, Freiham Folly



 

Kunst : Funktion : Verfahren

Symposium im Lenbachhaus, München
Kultur der Kunst am Bau und der Kunst im öffentlichen Raum
Ein Symposium des Deutschen Künstlerbundes
in Kooperation mit dem Lenbachhaus und QUIVID

Eintritt frei | Anmeldung bis 16.11.2018 erforderlich:

Download Antwortformular oder per Mail unter info@kuenstlerbund.de

Über Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine vielseitige Wettbewerbskultur für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum herausgebildet, an der zahlreiche Beteiligte mit großem Engagement mitgewirkt haben. Viele prominente und weniger sichtbare Kunstwerke auf Stadtplätzen, an Fassaden oder in Foyers zeugen von dieser Geschichte. Im heutigen Spannungsfeld von bürgerlichem Bildungsideal und künstlerischer Intellektualität, von Stadtmarketing und politischer Kunst stehen sich der Wunsch nach Vielfalt und das Anliegen pragmatischer Funktionalisierung von Kunst im öffentlichen Raum mitunter gegenüber. Daraus ergeben sich Fragestellungen zur Ausrichtung der Wettbewerbsverfahren und der Ausschreibungen, die im Rahmen des Symposiums von Künstler*innen und Expert*innen diskutiert werden sollen:
Was muss aus Künstler*innenperspektive verändert werden, um die Wettbewerbe zur Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum attraktiver zu machen? Wo liegen die Ansätze oder gar Visionen für künftige Verfahren unter stärkerer Mitwirkung von Künstler*innen und Beteiligten? Wie kann der Austausch und Diskurs zur Kunst am Bau und zur Kunst im öffentlichen Raum intensiviert werden?
Das Symposium wurde von der Arbeitsgruppe im Deutschen Künstlerbund zur Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum, insbesondere von Albert Weis, beratend begleitet.


s.a.: www.kuenstlerbund.de/kunstambau


 

Lichtkunstwettbewerb für Freiham

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am 8. Mai einstimmig beschlossen, dass das von der Kunstkommission empfohlene Kunst-Licht-Projekt für die öffentlichen Grünflächen von Bildungscampus, Sportpark und Landschaftspark im entstehenden Quartier Freiham-Nord umgesetzt werden soll. Das Baureferat wurde beauftragt, im Zuge der Planungen für den Landschaftspark das Projekt weiter zu konkretisieren.

Im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm des Baureferats, wurde zuvor ein Lichtkunstwettbewerb durchgeführt. Der Stadtrat erteilte dafür am 21. März 2017 den Auftrag. Zu dem Wettbewerb waren vier Künstlerinnen und Künstler sowie vier Lichtplanungsbüros eingeladen, die sich jeweils einen Partner der anderen Profession als Teampartner suchten.

Die Aufgabenstellung des Lichtkunstwettbewerbs sah die Realisierung eines künstlerischen Beleuchtungskonzepts vor, das eine Verbindung der öffentlichen Grünflächen des Bildungscampus, des angrenzenden Sportparks und dem zukünftigen Landschaftspark schafft. Die künstlerische Beleuchtung soll die erforderliche Grundbeleuchtung der öffentlichen Flächen ersetzen. Der Wettbewerb gliederte sich in einen Realisierungsteil für Schulcampus und Sportpark und in einen Ideenteil für den Landschaftspark.
Die Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum empfahl einstimmig den Entwurf „Freiham illuminata // Luce del respiro“ des Teams Olaf Nicolai und Studio Dinnebier aus Berlin zur Realisierung.

Die Stellungnahme der Kunstkommission zum 1. Preis finden Sie in der Rubrik Einzelwerke, Nicolai / Dinnebier, Freiham illuminata / Luce del respiro



 

QUIVID- Kunststadtplan für München

1985 wurden vom Münchner Stadtrat die Richtlinien für die Kunst am Bau beschlossen. Seitdem konnten auf dieser Grundlage über 375 Kunstprojekte realisiert werden. Der neu aktualisierte Stadtplan, der jetzt in 4. Auflage erscheint, zeigt 92 Projekte, die sich entweder im öffentlichen Raum befinden oder von diesem aus gut sichtbar sind. Er gibt damit einen repräsentativen Überblick der entstandenen Arbeiten seit 1985. Der Plan wurde von zwei Stadtratsmitgliedern aus der Kunstkommission angeregt.

QUIVID ist der Name des Kunst-am-Bau-Programms der Landeshauptstadt München. Bis zu zwei Prozent der reinen Baukosten stehen bei kommunalen Bauaufgaben für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum zur Verfügung. Das Baureferat fungiert hierbei als Auftraggeber. Beraten wird das Baureferat von der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Diesem ehrenamtlichen Gremium gehören in der Mehrheit Kunstfachleute an, außerdem Mitglieder aller Stadtratsfraktionen und die Vorsitzenden der örtlich zuständigen Bezirksausschüsse, daneben ein Mitglied aus der Architektenschaft. Beteiligt sind stets auch die Architekten des jeweiligen Bauprojekts.

Der QUIVID-Kunststadtplan liegt zur Zeit in mehreren städtischen Kunstinstitutionen sowie der Stadt-Information im Rathaus aus und ist auch direkt über das QUIVID-Team erhältlich (Mail: quivid.bau@muenchen.de)