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Sabine Hornig U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum, München Die großen Flächen in der U-Bahn werden zu ganzflächigen Fensterfassaden gestaltet, welche einerseits die Wandflächen räumlich als Gebäudekörper definieren, die ihnen eine skulpturale Präsenz gibt. Anderseits sind sie durch Ausblicke/Einblicke durchbrochen, in eine realistisch-künstlich wirkende Landschaft und in Fenster/Schaufenster, in denen sich die Stadtlandschaft spiegelt. Die
grob gerasterten Bilder sollen Motive aus München und der Umgebung
zeigen. So werden die Bilder aus der unmittelbaren Nähe und aus der
Ferne nur abstrakt gesehen, und nur in bestimmten mittleren Distanzen
realistisch erkannt. Dieser Effekt thematisiert das Betrachten im
Vorbeigehen", ein Betrachten in der Bewegung, der Erfahrung in der
U-Bahn angemessen. Hinzu kommt, dass sich das Bild sich erst in der Bewegung
erschließt. Die
Ausblicke in den Wald sind Bilder von Dickicht, Dunkelheit mit einigen
Lichtern und starken verschiedenen Farben. Sie gehen auf kontrastierende
Weise der Tunnelerfahrung in der U-Bahn nach und thematisieren das Bild
der Wildnis und den Naturbegriff des Außen", als Gegenteil
zum geplanten Verkehrsnetz und der Pragmatik des Einkaufszentrums einerseits,
andererseits auch in den angelegten, gezähmtem Pflanzen des Innenraums,
die darin Warencharakter erhalten. Sabine Hornig |
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