< zurück Wettbewerb 5: U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum  
 

 

Sabine Kammerl

U-Bahnhof Olympia Einkaufszentrum, München


Beim Bau eines U-Bahnhofes entstehen unterirdische Räume, die wie große Luftblasen unter der Erde liegen. Viele der unterirdischen Hohlräume bleiben üblicherweise verborgen. Die gesamte Komplexität des unterirdischen Bauwerks bleibt so im Grunde unsichtbar.

In Zusammenarbeit mit den Planern und Architekten möchte ich unsichtbare, unterirdische Hohlräume im U-Bahnhof OEZ öffnen und als Teil des Bauwerks wahrnehmbar machen.

Verglaste Öffnungen sollen den Blick in verborgene Hohlräume freigeben. Diese Hohlräume werden so zum sichtbaren Teil des unterirdischen Raumgefüges – mit einem Unterschied: Sie erschließen sich dem Passanten und Betrachter ausschließlich über den Blick. Sie sind Räume und Bilder zugleich.

Die Blicke der Passanten entdecken Hohlräume hinter den Wänden des Untergrund-Bahnhofes. Im selben Moment treffen sie auf Bilder von Sternennebel und Sternenhaufen, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind.

Zwei „Fenster" liegen quasi hintereinander: Die Fensteröffnung zum tatsächlichen Raum und die Fotografie astronomischer Konstellationen, die die Wand hinter der Fensteröffnung auflöst.

Die Bild-Räume liegen im unterirdischen Bauwerk an Orten der Bewegung und werden dort zu Fix- und Orientierungspunkten, die von den Passanten anvisiert werden.

In den Bildräumen selbst visieren Blicke weit entfernte Ziele wie durch eine Teleskopkamera an.
In den zugänglichen, unterirdischen Räumen findet reale Fortbewegung auf konkrete Ziele hin statt. Der U-Bahnhof ist Ausgangsort und Ziel in einem.

Sabine Kammerl

www.sabine-kammerl.de