< zurück Wettbewerb 5: U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum  
 

 

Erwin Wurm

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum, München

Der Vorschlag zur künstlerischen Gestaltung des U-Bahnhofes ist zweigeteilt: Auf farbig abgesetzten Flächen die in einem bestimmten Rhythmus auf die vorgegebenen Räume, Gänge, Hallen, etc. abgestimmt sind, werden 20 Farbfotografien (Größe 200 x 150 cm) 5 verschiedener Sujets integriert. Durch die Organisation der Flächen entsteht eine installative Situation, die durch den gesamten Bahnsteigbereich zieht und ihn dadurch stark als einheitlichen Bereich erlebbar macht.

Die Fotos entstammen dem Arbeitszyklus „Denken an Descartes – Denken an Kant". Beide Philosophen als maßgebliche Vordenker einer Auseinandersetzung mit Wirklichkeit im Verhältnis zum einzelnen Individuum. Descartes Erkenntnis, dass wir uns unserer Wahrnehmung sicher sein können, nicht aber ob das, was wir wahrnehmen wirklich existiert, ist heute im Zeitalter der Medien (Fotografie) aktueller denn je.
Die Fotos zeigen eine Person, die vor jeweils einer Wand steht und diese mit der Stirn berührt. Durch diese einfache Geste wird der Kontakt zwischen der Architektur und der Person auf physischer Ebene hergestellt. Die Positionen wechseln, nicht aber die Perspektiven.
Die Farbfelder transportieren eine durch Farbe besetzte emotionale Wertigkeit.

Erwin Wurm