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Eva Schlegel
Konzept - KFZ Zulassungsstelle
München
Bei der Vorstellung des Gebäudes durch die Architekten war ich vor
allem von der Belichtung der Wartezone durch die Büros angetan. Mein
Vorschlag der künstlerischen Intervention ist eine Betonung der Gänge
(Wartezone) mit einer Art dynamisierter Texte in sandgestrahlter Form.
Die Unschärfe der Texte könnte eine Art Bewegungsschleife sein
und die Textinhalte selbst haben verschiedenen Ursprung. Gedacht ist an
Texte, die mit Architektur im besonderen, einer philosophischen Auseinandersetzung
mit dem Phänomen der Geschwindigkeit (Virilio) und mit der Veränderung
durch die Industrialisierung (R.Senett: Der flexible Mensch) zu tun haben,
aber auch poetische Formen (Gedichte) werden verwendet.
Die Texte auf Glas evozieren eine Art Screen, wo von jeder der Betrachtungsseiten
ausgehend (die Wartezone auf der einen Seite, die Büros auf der anderen)
dieselben formalen Varianten gesehen werden können.
Die Schriften werden unscharf fotografiert und als sichtbar zu erkennende
Textblöcke, die auf einem "Textraster" angebracht sind,
ineinandergeschoben. Diese Lösung zeigt eine architektonische Überlagerung
verschiedener Typographien und komprimierter Textauszüge, in der
sandgestrahlten Variante scheinen die Texte zudem wie vom Licht gezeichnet,
der Text schwebt am Glas.
Im Stiegenhaus ist das Glas flächig sandgestrahlt, in den Wartezonen
entwickelt sich der unscharfe Text.
Eva Schlegel
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