< zurück Wettbewerb 6: KFZ Zulassungsstelle  
 

 

Eva Schlegel

Konzept - KFZ Zulassungsstelle München

Bei der Vorstellung des Gebäudes durch die Architekten war ich vor allem von der Belichtung der Wartezone durch die Büros angetan. Mein Vorschlag der künstlerischen Intervention ist eine Betonung der Gänge (Wartezone) mit einer Art dynamisierter Texte in sandgestrahlter Form.
Die Unschärfe der Texte könnte eine Art Bewegungsschleife sein und die Textinhalte selbst haben verschiedenen Ursprung. Gedacht ist an Texte, die mit Architektur im besonderen, einer philosophischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Geschwindigkeit (Virilio) und mit der Veränderung durch die Industrialisierung (R.Senett: Der flexible Mensch) zu tun haben, aber auch poetische Formen (Gedichte) werden verwendet.
Die Texte auf Glas evozieren eine Art Screen, wo von jeder der Betrachtungsseiten ausgehend (die Wartezone auf der einen Seite, die Büros auf der anderen) dieselben formalen Varianten gesehen werden können.
Die Schriften werden unscharf fotografiert und als sichtbar zu erkennende Textblöcke, die auf einem "Textraster" angebracht sind, ineinandergeschoben. Diese Lösung zeigt eine architektonische Überlagerung verschiedener Typographien und komprimierter Textauszüge, in der sandgestrahlten Variante scheinen die Texte zudem wie vom Licht gezeichnet, der Text schwebt am Glas.
Im Stiegenhaus ist das Glas flächig sandgestrahlt, in den Wartezonen entwickelt sich der unscharfe Text.

Eva Schlegel