< zurück Wettbewerb 8: Kreisverwaltungsreferat München  
 

 

Sub 11

Das Kreisverwaltungsreferat München
Ein sub11 Gruppenprojekt

Der konzeptionelle Hintergrund

Verwaltung und die Orte, an denen Verwaltung stattfindet, werden in unserer Zeit nicht mehr als der straff organisierte lange Arm einer Zentralmacht, auch nicht mehr als undurchdringliches, kafkaeskes Labyrinth wahrgenommen - sondern als ein komplexes und vielschichtiges Bündel von Aufgaben und Leistungen, die in den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Menschen zum Tragen kommen.

So differenziert sich die Funktionen - gerade des Münchner Kreisverwaltungsreferats - darstellen, so unterschiedlich sind die Menschen und ihre Motive, wenn sie diese Behörde aufsuchen: vom Jäger oder Angler zum Asylsuchenden, vom Führerschein Neuling zum Hochzeitspaar, vom Gastwirt zum Veranstalter einer öffentlichen Kundgebung…

Die Pluralität und Multiperspektivität des Gegenstands selbst führte zu der Entscheidung, diesem Ort nicht durch eine einzelne künstlerische Auffassung zu begegnen, sondern ihm die unterschiedlichsten Positionen und Herangehensweisen verschiedener Künster/innen gegenüberzustellen. Im Rahmen dieses Gruppenprojektes beschäftigen sich daher vier Künstler/innen in ihren Arbeiten mit je unterschiedlichen Aspekten des Gebäudes und seiner Funktionen:

-Der Mensch in seiner Begegnung mit Verwaltung
-Das Gebäude und seine Architektur
- Die Stadt und ihre öffentlichen Räume
- Landschaftsassoziationen als Kontrapunkte zu städtischen Räumen
- Fremdheit und Multikulturalität

- Entsprechend dazu wird eine vielfältige Palette an Techniken und Materialen genutzt:
- Fotografie
- Installation
- Objektkunst
- Malerei

Die Umsetzung
Installationen aus Holzscheiten begegnen den Besuchern immer wieder auf ihrem Weg durch die Gänge des Gebäudes. Sie schaffen ein Gegengewicht zur räumlich konkreten Zweckgebundenheit des Gebäudes und vermitteln den Menschen auf ihrem Behörden-Gang einen unerwarteten Eindruck des Sinnlichen, des Natürlichen und Ursprünglichen.
Wolfgang Kaiser

Fotoarbeiten dokumentieren unaufdringliche Eingriffe in urbane Situationen, deren Kontexte dadurch ironisch gebrochen und verschoben werden.
Wolfgang Kaiser

Malerei auf mitteldichten Faserplatten (MdF-Platten): Friesartig, Schicht um Schicht, mit Hilfe unterschiedlicher Maltechniken ergeben auf der harten Oberfläche der Platten sinnliche Strukturen, die Assoziationen zu weitläufigen Landschaften wecken.
Anke Völk

In Fotoleuchtkästen werden so alltägliche wie überraschende Situationen dargestellt, die im Zusammenhang mit so manchem Besuch in einer Behörde stehen könnten: Radarfallen.
Florian Slotawa

Zeltartige, frei im Raum aufgehängte Stoffobjekte treten in Kontrast zu den westeuropäischen, städtischen Lebenswelten. Sie vermitteln eine Stimmung von Bazar und Nomadentum, aber auch von Höhle und Geheimnis.
Frank Maier


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