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Annette
Weisser / Ingo Vetter +
Büro
1:1

Fotos: Böhm/Glaab/Sandler
Kurzversion
unseres Wettbewerbeitrags Invasion aus dem Westend"
Unser Vorschlag für die Neugestaltung des Bahndeckels"
geht von der Überlegung aus, wie ein als solcher deklarierter öffentlicher
Raum" zu
einem Ort werden kann, wo vielfältige und auch widersprüchliche
Interessen in einen öffenlichen Diskussionsprozeß treten können.
Unsere Gestaltungsmaxime lassen sich in vier Punkten zusammenfassen: Anbindung
des Wettbewerbgebietes an die umliegenden Viertel; Bewahrung und
Hervorhebung des genius loci; Ermöglichen von Veränderung und
Entwicklung; Nutzen der vorhandenen Infrastruktur und Ressourcen. Um sowohl
für die direkten Anrainer als auch für potentielle Nutzer aus
den
umliegenden Vierteln annähernd gleiche Zugangsbedingungen zu schaffen,
betonen wir die Anbindung an den überregionalen Fahrradweg und vernachlässigen
bzw. kappen die vorgeschriebenen nord-südlichen Fuß- und
Radwege. Wir planen den Bahndeckel" nicht wie vorgeschrieben
als Grünfläche, da wir der Meinung sind, daß in erreichbarer
Nähe ausreichend Parkanlagen zur Verfügung stehen. Statt dessen
begreifen wir
den Charakter einer urbanen Leerfläche als spezifische Qualität
und fassen das Gelände lediglich von den Rändern her ein. Dabei
arbeiten wir mit den vorhandenen Ressourcen: Am südlichen Rand wird
die auf den
Abhängen zu den Bahnschienen vorhandene wilde Vegetation aufgegriffen
und fortgeführt. Dieses Dickicht (niederl. Hakhout") besteht
aus einer Mischung verschiedener Baum- und Strauchsorten und folgt dem
Verlauf der
darunterliegenden Bahnschienen. Trampelpfade unter dem Skywalk hindurch
bilden sich mit der Zeit. Innerhalb dieser Bepflanzung verläuft der
Skywalk". Die Unterkonstruktion besteht im wesentlichen aus
den
Raumfachwerkelementen der ehemaligen Messehallen, welche nach dem Abriß
ansonsten verschrottet würden. In vier Meter Höhe werden die
einzelnen Elemete durch Brückenteile verbunden; durch die verwinkelte
Bauweise
entstehenden Plattformen in verschiedener Größe, welche mit
Sitz- und Spielmöglichkeiten ausgestattet werden können. Am
nördlichen Rand begrenzen wir das Wettbewerbsgebiet einer durchgehenden
Mauer von 1,10 m
Höhe. Keilförmig zwischen Freifläche und Mauer schiebt
sich eine Wiese, welche entlang der Mauer in östliche Richtung langsam
ausläuft. Die fünf vorhandenen Notausgänge der Tiefgarage
behalten wir bei und fügen drei
weitere Metallzylinder hinzu: Zwei beinhalten öffentliche Toiletten,
ein dritter wird als landmark" auf dem überregionalen
Fahrradweg installiert. Alle acht Zylinder werden rot lackiert und mit
Beleuchtung
ausgestattet, darüberhinaus dienen sie als supply units"
für die Versorgung auf dem Platz: Getränke- und Snackautomaten,
Steckdosen und Wasserhähne, Telefon und Briefkasten werden an den
Zylinder angebracht.
Da diese Maßnahmen das vorgesehene Budget unterschreiten, schlagen
wir vor, das restliche Geld für Veränderungen und Entwicklungen
dieser Basis- Infrastruktur anzulegen. Ein Platzkommittee sammelt Ideen,
Beschwerden und Anregungen, welche in einem demokratischen Abstimmungsverfahren
(jeder Mensch eine Stimme, Kinder und Jugendliche eingeschlossen) zeitnah
zur Übergabe des Platzes an die Öffentlichkeit
umgesetzt werden sollen.
weiterhin haben am vorschlag mitgearbeitet:
ulrike lange, luc hegeman, allison hammer, ronny geijsen, olek nicolaesci.
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